🔧 Schraubertipp: Startrelais richtig montieren – So hält es auch dauerhaft
Immer wieder erreichen uns Reklamationen, dass ein neues Startrelais bereits nach wenigen Startvorgängen oder sogar nach dem ersten Start defekt sei.
Die Vermutung liegt dann schnell nahe:
„Das neue Relais hat eine schlechte Qualität.“
In den meisten Fällen liegt die Ursache jedoch ganz woanders.
Das eigentliche Problem
Die beiden dicken Anschlüsse des Startrelais sind im Inneren mit den Schaltkontakten verbunden.
Wird beim Anziehen oder Lösen der äußeren Mutter nicht gegengehalten, verdreht sich der komplette Stehbolzen im Relais.
Dadurch verdreht sich auch der innere Kontakt.
Das Ergebnis:
Der Schaltkontakt liegt nicht mehr vollflächig auf, sondern berührt sich nur noch auf einer kleinen Fläche. Beim Starten fließen mehrere hundert Ampere zum Anlasser. Durch die kleine Kontaktfläche entsteht starke Hitze, der Kontakt verbrennt und das Relais fällt oft schon nach kurzer Zeit aus.
Deshalb immer gegenhalten!
Beim Lösen und Festziehen der äußeren Mutter immer die innere Mutter mit einem Gabelschlüssel kontern.
So bleibt der Stehbolzen fest in seiner Position und der Kontakt im Inneren wird nicht beschädigt.
Das dauert nur wenige Sekunden und kann die Lebensdauer des Startrelais erheblich verlängern.
(Bild: Rechte Anschlussseite – die innere Mutter wird mit einem zweiten Gabelschlüssel gegengehalten.)
Unser Tipp
Wenn ein neues Startrelais bereits nach kurzer Zeit wieder ausfällt, muss das nicht zwangsläufig an der Qualität liegen.
Prüft zuerst, ob sich einer der Anschlussbolzen verdreht hat.
Mit der richtigen Montage halten die Relais in der Regel viele Jahre zuverlässig.




